Bevor wir mit dem eigentlichen Test beginnen, müssen wir uns die technischen Daten ansehen, die problemlos auf der Website von Turtle Beach zu finden sind.
Stealth 500 Headset-Spezifikationen
Rund um Stealth 500
Das Stealth 500 ist ein kabelloses Gaming-Headset mit 2,4-GHz- und Bluetooth-Konnektivität für den einfachen Wechsel zwischen verschiedenen Geräten. Das Headset verfügt über das elastische, flexible Kopfband von Turtle Beach, das den Tragekomfort auch bei längerem Tragen erhöht. Die Klangeinstellungen lassen sich bequem per App anpassen, inklusive EQ-Profilen, Superhuman Hearing und Mikrofoneinstellungen. Die Akkulaufzeit ist für diese Preisklasse überragend, und das Laden per USB-C macht die tägliche Nutzung unkompliziert. Das Mikrofon ist als Flip-to-Mute-Funktion integriert und lässt sich so schnell aktivieren und deaktivieren.
Im Lieferumfang enthalten sind das Stealth 500 Headset, ein USB-Funksender für die 2,4-GHz-Verbindung, ein USB-C-Ladekabel sowie die notwendige Dokumentation in Form einer Kurzanleitung und Garantieinformationen. Die Einrichtung ist daher denkbar einfach, da keine unnötigen Zusatzteile benötigt werden. Der Fokus liegt klar auf einem schnellen Start: Headset und Dongle sind bereits ab Werk gekoppelt.
Der Stealth 500 besteht hauptsächlich aus Kunststoff, was ihn leicht und angenehm zu tragen macht. Die matte Oberfläche sorgt für ein dezentes Aussehen und verhindert Fingerabdrücke. Die Ohrpolster sind mit weichem Stoff bezogen, was die Belüftung auch bei längerem Tragen verbessert. Das elastische Band unter dem Kopfbügel ist ein zentrales Konstruktionselement und verteilt das Gewicht optimal, wodurch der Druck auf den Kopf reduziert wird.
Die Ohrmuscheln des Stealth 500 bieten ein angenehmes Innenvolumen und umschließen das Ohr komfortabel, ohne einzuengen. Ihre ovale Form sorgt für einen natürlichen und sicheren Sitz. Die ausreichende Tiefe verhindert, dass das Ohr direkt gegen den Treiber gedrückt wird, was insbesondere bei längeren Gaming-Sessions für hohen Tragekomfort sorgt.
Die rechte Ohrmuschel ist komplett frei von Knöpfen und Anschlüssen, was für ein schlichteres Design sorgt und gleichzeitig das Risiko von Fehlbedienungen verringert. Zudem wird dadurch das Gewicht gleichmäßiger auf beide Seiten verteilt.
An der linken Ohrmuschel sind alle Funktionen des Headsets übersichtlich angeordnet, sodass die wichtigsten Bedienelemente schnell erreichbar sind. Hier finden Sie die Bluetooth-Taste zum Koppeln mit Mobilgeräten, das Lautstärkerad für den Hauptton und einen separaten Regler für die Mikrofonlautstärke, mit dem Sie die Balance direkt und ohne Software anpassen können. Die Ein-/Aus-Taste dient zum Ein- und Ausschalten, während die Modus-Taste Zugriff auf Klangprofile und Funktionsmodi bietet. Zusätzlich gibt es eine separate Taste zum Umschalten zwischen Bluetooth- und 2,4-GHz-Verbindung, wodurch Sie die Audioquelle während der Nutzung einfach wechseln können. Der USB-C-Anschluss zum Aufladen befindet sich gut zugänglich an der Unterseite der Ohrmuschel.
Software
Die Turtle Beach Swarm II Software dient zur Steuerung und Anpassung der Einstellungen des Turtle Beach Stealth 500. Die Benutzeroberfläche ist in einem dunklen Design mit übersichtlichem Layout gestaltet, wobei die wichtigsten Ton- und Mikrofoneinstellungen auf der Vorderseite zusammengefasst sind, sodass der Benutzer die zentralen Funktionen des Headsets schnell anpassen kann, ohne sich durch zahlreiche Menüs klicken zu müssen.
Im Audiobereich lässt sich die Gesamtlautstärke direkt anpassen, und die Funktion „Superhuman Hearing“ kann aktiviert und eingestellt werden. Hier kann auch ein Klangprofil ausgewählt werden. Mit dem Profil „Legacy“ lässt sich beispielsweise die Betonung bestimmter Frequenzen beim Spielen verändern. Rechts befinden sich die Mikrofoneinstellungen. Hier können Empfindlichkeit, Monitoring und Noise Gate individuell angepasst werden, um die Sprachqualität optimal an die Bedürfnisse des Nutzers anzupassen.

Weiter unten befindet sich der Equalizer-Bereich des Turtle Beach Swarm II, der dem Nutzer eine detailliertere Klanganpassung des Frequenzbereichs des Headsets ermöglicht. Der Bildschirmmittelpunkt wird von einem grafischen 10-Band-Equalizer dominiert, mit dem Frequenzen von 32 Hz bis 16 kHz individuell angehoben oder abgesenkt werden können. So lässt sich das Klangbild an persönliche Vorlieben oder spezifische Szenarien wie Gaming, Musik oder Filme anpassen. Rechts davon befinden sich die vordefinierten Klangprofile. Turtle Beach bietet unter anderem Signature Sound, Bass Boost, Treble and Bass Boost und Vocal Boost an. Die Software ermöglicht es außerdem, eigene Voreinstellungen direkt im internen Speicher des Headsets oder über ein Softwareprofil zu speichern, um die Einstellungen bei Bedarf schnell ändern zu können. Das Layout ist einfach und übersichtlich gestaltet, sodass die Klanganpassung intuitiv und unkompliziert ist, ohne dass die Software technisch überladen wirkt. Gleichzeitig bietet sie Zugriff auf die wichtigsten Einstellmöglichkeiten.

Schließlich wird in Turtle Beach Swarm II eine erweiterte Einstellungsseite angezeigt, die Systeminformationen, den Schnellzugriff auf Funktionen und zusätzliche Anpassungsmöglichkeiten bietet. Links wird der aktuelle Status des Headsets mit Akkustand, Treiberstatus und Verbindungstyp angezeigt. Die Software zeigt außerdem an, dass der Sender korrekt mit dem PC verbunden und aktiv ist. Darüber hinaus sind Benachrichtigungsfunktionen zugänglich, sodass der Benutzer wählen kann, ob Akkuwarnungen als Popup oder über ein Symbol in der Taskleiste angezeigt werden sollen.

Der Test – Klang, Bedienung und Komfort
Beim Musikhören hinterlässt das Stealth 500 einen sofort positiven ersten Eindruck. Die Höhen sind ausgewogen und sorgen dafür, dass Details wie Gesang und Instrumente klar und deutlich im Klangbild wahrgenommen werden. Die hohen Frequenzen klingen angenehm klar, sodass die Musik weder dumpf noch verwaschen wirkt.
Sobald der Bass jedoch stärker zum Tragen kommt, verändert sich die Balance merklich. Im Standardprofil des Headsets, bei dem der Equalizer in der App relativ neutral eingestellt ist, wird der Bass für meinen Geschmack etwas zu dominant. Er nimmt so viel Raum ein, dass er sich aufdrängt und die Dynamik der Musik mindert, insbesondere bei Stücken, in denen der Mitteltonbereich mehr Raum vertragen sollte. Das bedeutet nicht, dass der Klang schlecht wird, sondern lediglich, dass er an Präzision einbüßt, vor allem wenn man eine neutralere Wiedergabe bevorzugt.
Für allgemeines Streaming und Filme eignet es sich besser, da der kräftige Bass den Effekten und Stimmen mehr Fülle verleiht. Bei Filmen sorgt es für ein wuchtigeres Erlebnis mit Explosionen und tiefen Effekten, obwohl die Detailauflösung noch nicht ganz an das Niveau teurerer Headsets heranreicht.
Im Gaming-Bereich diente Rainbow Six Siege als Referenz, da es schnell aufzeigt, wie gut ein Headset Richtungsgeräusche wiedergibt. Das Stealth 500 erweist sich hier als Headset, das ein stabiles allgemeines Spielerlebnis bietet, jedoch in FPS-Spielen keinen wirklichen Vorteil verschafft. Schritte sind zwar hörbar, aber die Ortung ist nicht präzise genug für die im kompetitiven Gaming gewünschte Genauigkeit. Man hat daher nicht das Gefühl, den Gegner allein anhand des Geräuschs genau orten zu können. Explosionen und Waffengeräusche werden zwar satt und voluminös wiedergegeben, aber auch hier ist der Fokus etwas zu stark auf den unteren Bereich gerichtet.
Die Funktion „Übermenschliches Hören“ lässt sich aktivieren und bietet unter anderem das Profil „Schritte“. Diese Funktion hebt zwar die relevanten Frequenzen an, jedoch auf Kosten des restlichen Klangbildes. Andere Klänge verlieren an Qualität, und der Gesamtklang wirkt künstlich. Daher wurde die Funktion schnell wieder deaktiviert. Die Legacy-Einstellung funktioniert etwas besser. Hier werden Schritte etwas stärker betont, aber immer noch nicht so, dass dies einen echten Wettbewerbsvorteil darstellt. Es handelt sich daher eher um eine Zusatzfunktion als um ein echtes Verkaufsargument.
Der Wechsel zwischen Bluetooth und 2,4 GHz funktioniert reibungslos, und die Verbindung ist während der Nutzung stabil. Im Test traten keine Aussetzer auf, und die Latenz ist für Spiele ausreichend gering. Das Mikrofon liefert eine akzeptable Sprachqualität für die allgemeine Kommunikation. Die Stimme ist klar verständlich, erreicht aber nicht die Fülle, die man von besseren Mikrofonen kennt. Für Discord und die allgemeine Teamkommunikation funktioniert es jedoch problemlos.
Der Tragekomfort hingegen zählt zu den größten Stärken des Headsets. Das elastische Band macht dabei einen deutlichen Unterschied.
Das Gewicht ist besser über den Kopf verteilt, und das Headset vermeidet die Druckstellen, die bei vielen herkömmlichen Headsets auftreten können. Auch bei längeren Sessions sitzt es bequem. Die Ohrpolster fühlen sich weich an und dichten gut ab, ohne zu drücken. Dadurch wird auch die Wärmeentwicklung auf einem angenehmen Niveau gehalten.
Die Materialqualität ist typisch für Kunststoff, wirkt aber keineswegs billig. Die Konstruktion erscheint leicht, ist aber gleichzeitig stabil genug für den täglichen Gebrauch. Es ist deutlich erkennbar, dass der Fokus eher auf geringem Gewicht als auf einer besonders hochwertigen Materialanmutung lag.
Insgesamt ist das Stealth 500 daher ein Headset, das in erster Linie Komfort und Benutzerfreundlichkeit bietet.
Klanglich ist das Ergebnis durchwachsen. Für Gelegenheitsspiele und den alltäglichen Gebrauch ist es gut geeignet. Bei Ego-Shootern mangelt es jedoch an Präzision. Das Musikerlebnis ist akzeptabel, aber der Bass ist im Standardprofil zu dominant. Der Tragekomfort hingegen zählt zu den klaren Stärken.
Preis
Die Stealth 500 von Turtle Beach kostet 79€.
Wenn Sie mehr über die Stealth 500 von Turtle Beach erfahren möchten, können Sie auf das Banner oben klicken.
Abschluss
Das Turtle Beach Stealth 500 positioniert sich in einem hart umkämpften Segment, da viele Hersteller heutzutage kabellose Headsets mit 2,4-GHz-Verbindung, Bluetooth und verschiedenen softwarebasierten Audiofunktionen anbieten. Daher entscheidet letztendlich das Gesamterlebnis darüber, ob sich ein Headset in der Praxis positiv abhebt. Das Stealth 500 erweist sich hier als Produkt, das Komfort und Benutzerfreundlichkeit über höchste Klangpräzision stellt.
Der Stealth 500 bietet beim Musikhören zunächst einen recht guten ersten Eindruck. Die Höhen sind klar genug, um Gesang und feinere Details im Klangbild hervorzuheben, sodass die Musik nicht beengt oder dumpf wirkt. Die oberen Frequenzen sind angenehm offen, wodurch Instrumente und Stimmen relativ deutlich hervortreten. Sobald der Bass jedoch stärker zum Tragen kommt, verschiebt sich die Balance leicht, da er im Standardprofil etwas dominanter wird. Dadurch kann er den Klangraum so stark einnehmen, dass die Dynamik der Musik etwas reduziert wird, insbesondere bei Stücken, in denen der Mitteltonbereich eigentlich mehr Raum haben sollte. Das Ergebnis ist kein ausgesprochen schlechtes Klangerlebnis, sondern eher eine Wiedergabe, der es etwas an Präzision und Ausgewogenheit mangelt, insbesondere wenn man ein neutraleres Klangprofil bevorzugt.
Für Filme und Streaming-Dienste eignet sich dieses Klangprofil sogar besser, da der kräftigere Bassbereich Effekten, Explosionen und tiefen Klängen mehr Tiefe verleiht und so für ein intensiveres und unterhaltsameres Erlebnis sorgt. Daher ist das Headset generell gut für den gelegentlichen Gebrauch geeignet, bei dem man zwischen verschiedenen Inhaltsarten wechselt.
Im Gaming-Bereich diente Rainbow Six Siege als Referenz, da dieses Spiel hervorragend geeignet ist, die Genauigkeit der Richtungswiedergabe eines Headsets zu demonstrieren. Das Stealth 500 liefert hier ein stabiles Spielerlebnis, bietet aber im Vergleich zu kompetitiven FPS-Spielen keinen wirklichen Vorteil. Schritte sind zwar hörbar, die Ortung ist jedoch nicht präzise genug, um die genaue Position des Gegners zu bestimmen. Explosionen und Waffengeräusche werden voluminös wiedergegeben, jedoch mit einer deutlichen Betonung des Basses, was die Detailwahrnehmung im Klangbild mitunter etwas beeinträchtigen kann.
Das Headset bietet Funktionen wie „Superhuman Hearing“, bei der unter anderem ein Profil zur Fokussierung auf Schritte aktiviert werden kann. Diese Funktion versucht zwar, bestimmte Frequenzen hervorzuheben, jedoch auf Kosten des restlichen Klangbildes, wodurch der Klang schnell künstlich wirken kann. Im Test erwies sich diese Funktion daher nicht als Vorteil im Spiel und wurde schnell wieder deaktiviert. Die Legacy-Einstellung bietet ein etwas ausgewogeneres Klangerlebnis, bei dem Schritte etwas deutlicher zu hören sind. Die Verbesserung ist jedoch begrenzt und verändert die Gesamtleistung des Headsets in FPS-Spielen nicht wesentlich.
Die drahtlose Verbindung funktionierte im Test stabil, der Wechsel zwischen Bluetooth und 2,4-GHz-Funkverbindung verlief problemlos. Es gab keine Verbindungsabbrüche, und die Latenz war für Gaming ausreichend gering, was bei einem Headset dieser Kategorie wichtig ist. Das Mikrofon lieferte eine akzeptable Sprachqualität, die für die allgemeine Kommunikation, beispielsweise in Discord oder anderen Sprachchat-Programmen, gut geeignet ist. Die Stimme klingt klar genug für die Teamkommunikation, auch wenn ihr die Fülle und Tiefe teurerer Headsets fehlt.
Die Stärke des Stealth 500 liegt eindeutig im Tragekomfort. Das elastische Kopfband sorgt für eine optimale Gewichtsverteilung und vermeidet so Druckstellen, die bei vielen herkömmlichen Headsets während des längeren Tragens auftreten können. Dank des geringen Gewichts und des flexiblen Kopfbands sitzt das Headset auch nach stundenlangem Gebrauch sehr bequem. Die Ohrpolster tragen ebenfalls positiv zum Komfort bei: Sie fühlen sich weich an und schließen das Ohr gut ab, ohne zu drücken. Dadurch wird die Wärmeentwicklung minimiert.
Die Konstruktion besteht zwar hauptsächlich aus Kunststoff, wirkt aber keineswegs billig. Im Gegenteil: Das Headset fühlt sich leicht an, ist aber dennoch stabil genug für den täglichen Gebrauch. Es ist deutlich erkennbar, dass der Fokus auf einem geringen Gewicht und nicht auf einem besonders hochwertigen Material lag.
Insgesamt bietet das Stealth 500 Headset vor allem ein komfortables und benutzerfreundliches Erlebnis. Komfort, eine stabile kabellose Verbindung und einfache Bedienung zählen zu den größten Stärken. Klanglich fällt das Erlebnis gemischter aus: Der Bass im Standardprofil ist etwas dominant, und dem Headset fehlt die Präzision im Klangbild, die insbesondere FPS-Spieler vermissen werden. Gleichzeitig kann es ein Nachteil sein, dass man sich zwischen einer Xbox- und einer PlayStation/PC-Version entscheiden muss, was die Flexibilität für Nutzer mit mehreren Plattformen etwas einschränkt.
Für Nutzer, die hauptsächlich Gelegenheitsspiele spielen, Filme schauen oder Musik hören und Wert auf Komfort und kabellose Flexibilität legen, ist der Stealth 500 in seiner Preisklasse dennoch eine sinnvolle Wahl. Daher vergeben wir 7 von 10 Punkten.
Vorteile
Nachteile
Punktzahl: 7