Das Hauptverkaufsargument dieses Monitors ist natürlich die 5K-Auflösung (5120 x 2880) in Kombination mit der Bildwiederholfrequenz von 180 Hz. ASUS weist jedoch darauf hin, dass nur neuere Grafikkarten der Nvidia 5000-Serie und AMD RX 7600 oder neuer die Anforderungen für die 5K-Auflösung bei 180 Hz erfüllen.
Standardmäßig ist die Bildwiederholfrequenz bei 5K auf 120 Hz begrenzt. Um 180 Hz zu erreichen, muss der Bildschirm über das Bildschirmmenü übertaktet werden. Wie bereits erwähnt, ist dies jedoch nur mit neueren Grafikkarten möglich.
Es lohnt sich auch, die Option „Frame Rate Boost“ auszuprobieren, mit der Sie ganz einfach auf QHD-Auflösung umschalten und die Option einer Bildwiederholfrequenz von bis zu 330 Hz erhalten können.
Vom Design her unterscheidet sich der ASUS ROG Strix 5K XG27JCG kaum von den anderen Monitoren der ASUS Strix-Serie. ASUS hat seinen Designstil über Jahre hinweg weitgehend beibehalten.
Das Design ist recht zurückhaltend mit einem grauen Kunststoffrahmen und einem dezenten ROG-Logo am unteren Rand. Die Ränder sind an den Seiten und oben recht schmal, während der untere Rand etwas breiter ist.
Die Rückseite des Monitors besticht durch ein deutlich größeres ROG-Logo und ein technisch anmutendes Muster – typisch ASUS ROG. Wer den Gaming-Look noch weiter aufpeppen möchte, kann das ROG-Logo auf der Rückseite optional mit RGB-Beleuchtung versehen.
Die Bedienelemente für das Bildschirmmenü befinden sich auf einer Seite und bestehen aus einem kleinen Joystick und vier Tasten.
Der Monitor wird mit einer kleinen Abdeckung geliefert, die den Monitoranschluss abdeckt. Dies ermöglicht eine etwas ordentlichere Kabelführung.
Unter der Abdeckung befinden sich der Stromanschluss, zwei HDMI 2.1-Anschlüsse, ein DisplayPort 1.4 DSC-Anschluss, ein USB-C-Anschluss mit der Option für DP ALT Mode und 15W Stromversorgung, eine 3,5-mm-Audiobuchse und schließlich ein USB 3.2-Hub mit drei USB-A-Anschlüssen.
Der Monitor kann als KVM-Switch eingerichtet werden. Dann lassen sich Zubehörteile wie Maus und Tastatur direkt an den Monitor anschließen, und beim Umschalten zwischen zwei angeschlossenen Geräten werden Maus und Tastatur automatisch mitverschoben. Das ist besonders praktisch, wenn man beispielsweise einen Gaming-PC besitzt und zusätzlich einen Laptop für die Arbeit oder andere Zwecke nutzt.
Der Monitor verfügt über ein internes Netzteil, sodass kein externes Netzteil benötigt wird, sondern nur ein Stromkabel.
Der Monitorständer ist angenehm schlicht gehalten und verfügt über eine flache, stabile Basis – im Gegensatz zu den langen, dünnen Beinen, die bei anderen ASUS ROG-Monitoren üblich waren. Höhe, Neigung und Drehung lassen sich vielfältig verstellen, und der Bildschirm kann bei Bedarf auch vertikal positioniert werden.
Ich hätte mir allerdings etwas mehr Höhe für den Bildschirm vorstellen können.
An der Oberseite des Ständers befindet sich außerdem eine 1/4"-Schraubhalterung für Zubehör wie Webcams, Lampen oder Ähnliches.
Ich besitze den ASUS ROG Strix 5K XG27JCG nun seit einigen Wochen und habe ihn in einer Kombination aus Arbeit, normaler Desktop-Nutzung und natürlich so viel Gaming wie möglich eingesetzt, soweit es mein Zeitplan zuließ.
Da es sich um ein IPS-Panel handelt, sind die Schwarztöne, die wir bei den OLED-Bildschirmen in unseren letzten Tests gesehen haben, nicht so tief. Trotzdem hat uns der Bildschirm sehr gut gefallen.
Das IPS-Panel liefert reichlich Licht. Während OLED-Displays oft mit der Helligkeit im Vollbildmodus zu kämpfen haben, erreicht dieses Display über 400 Nits im SDR-Modus und beeindruckende 785 Nits im HDR-Modus. Die Hintergrundbeleuchtung wird über 10 horizontale Dimmzonen gesteuert, und mit einer DCI-P3-Farbraumabdeckung von 93 % erfüllt es die VESA DisplayHDR 600-Zertifizierung mit Bravour.
Das Erste, was am XG27JCG ins Auge fällt, ist die Auflösung. Mit 5K auf einem 27-Zoll-Bildschirm erreichen wir eine Pixeldichte von 218 ppi. Das ist Retina-Niveau, die Pixelstruktur ist also für das bloße Auge nicht sichtbar. Texte sind gestochen scharf und Spiele unglaublich detailreich.
Wie bereits erwähnt, ist die Farbwiedergabe wirklich gut, und obwohl wir nicht ganz das Niveau von OLED erreichen, bietet die Kombination aus einer Farbabdeckung von 97 % des DCI-P3-Farbraums und HDR600 dennoch ein hervorragendes und schönes Erlebnis sowohl beim Spielen als auch beim Medienkonsum auf dem ASUS ROG Strix 5K XG27JCG.
ASUS selbst gibt eine Reaktionszeit von 0,03 ms an, was in meinem Test sehr gut war. Ich konnte während des Tests weder Bewegungsunschärfe noch Geisterbilder feststellen.
Die 5K-Auflösung erfordert natürlich leistungsstarke PC-Hardware, um sie optimal nutzen zu können. Ich habe es mit einer RX 9070 XT getestet, und obwohl diese Karte für die meisten Anwendungen ausreichend Leistung bietet, kann sie bei modernen Spielen in 5K-Auflösung nicht mithalten. Glücklicherweise lässt sich das durch moderne Upscaling-Technologien wie FSR beheben. Dadurch wird die Auflösung deutlich flüssiger, selbst in Spielen wie Space Marine 2 und Cyberpunk 2077.
Der ASUS ROG Strix 5K XG27JCG bietet darüber hinaus die besondere Option der Frame Rate Boost-Funktion. Hier kann man über das Bildschirmmenü schnell auf eine Auflösung von 2560x1440 Pixeln umschalten und dabei eine Bildwiederholfrequenz von bis zu 330 Hz wählen.
2560x1440 auf einem 27-Zoll-Bildschirm ist immer noch eine super Auflösung für Spiele und im Vergleich zu 5K ist sie etwas einfacher zu erreichen, selbst ohne die Verwendung von „Tricks“ wie FSR oder DLSS.
Wenn du Spiele spielst, bei denen die Bildwiederholfrequenz entscheidend ist, aber im Alltag trotzdem einen Bildschirm mit höherer Auflösung bevorzugst, ist diese Kombination ideal. Denk nur daran, die Einstellungen VOR dem Spielstart zu ändern, sonst kann es zu unerwarteten Ergebnissen kommen.
Ich persönlich kann mit etwas niedrigeren Bildwiederholraten leben und genieße lieber die hohe Auflösung. Daher habe ich die Frame-Boost-Funktion nur in wenigen Tests verwendet.
Es ist jedoch erfreulich zu sehen, dass ASUS die Entwicklung hier vorangetrieben hat. Normalerweise bieten Dual-Mode-Monitore dieser Art die Option auf 4K- und 1080p-Auflösung. Mit dem ASUS ROG Strix 5K XG27JCG können wir uns nun über einen echten Fortschritt in diesem Bereich freuen.
Auch wenn die 5K-Auflösung in modernen Spielen eine Herausforderung darstellen kann, war meine Erfahrung mit dem ASUS ROG Strix 5K XG27JCG unglaublich erfreulich.
Wie man es von einem ROG/Strix-Monitor erwartet, ist er mit der Asus-Software-Suite ausgestattet. Sie erhalten GamePlus mit Fadenkreuz, Timer und Scharfschützenmodus. Die Aura Sync RGB-Beleuchtung wird vollständig unterstützt, und Sie können alles direkt über Windows mit der DisplayWidget Center-App steuern, anstatt umständlich an den Tasten auf der Rückseite herumzufummeln.
Asus war schon immer für seine starke Bewegungsdarstellung bekannt, und auch hier werden die Erwartungen nicht enttäuscht. Das Display nutzt einen hochpräzisen Overdrive, der sich in Echtzeit an die Bildwiederholfrequenz anpasst und ein Überschwingen (helle Schatten hinter bewegten Objekten) verhindert.
Zusätzlich erhalten Sie ELMB Sync (Extreme Low Motion Blur), mit dem Sie bei Verwendung von Adaptive-Sync (FreeSync/G-Sync) ein „Backlight Stroboskop“ nutzen können, um Bewegungsunschärfe zu eliminieren. Wenn Sie die Pulsbreite des Stroboskop-Effekts manuell steuern möchten, können Sie auf ELMB 2 umschalten (wodurch Adaptive-Sync jedoch deaktiviert wird).
Zum Zeitpunkt des Verfassens dieses Textes konnte ich den ASUS ROG Strix 5K XG27JCG online zu einem Preis von knapp unter €950 finden.
Angesichts der geballten Technologie in diesem Gehäuse könnte man den Preis fürchten. Ich finde aber, dass ASUS hier ein wirklich gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bietet.
Es liegt preislich deutlich unter vergleichbaren OLED-Displays und bietet eine Helligkeit und Pixeldichte, die es zu einem der interessantesten Dual-Mode-Displays auf dem Markt macht – perfekt für alle, die tagsüber mit Grafiken arbeiten und abends wettbewerbsorientiert spielen.
Wir erreichen eine Endwertung von 9 und den Great Products Award für einen Gaming-Monitor, der die Entwicklung von Dual-Mode-Displays vorantreibt.
Vorteile
Nachteile