Auf den ersten Blick ähnelt die Viper V3 Pro SE ihrem Vorgänger, der V3 Hyperspeed. Sie behält das symmetrische, semi-beidhändig bedienbare Design mit sanften Rundungen und einer unglaublich glatten, angenehm weichen Oberfläche bei.
Doch sobald man sie in die Hand nimmt, spürt man sofort den Unterschied. Die Maus wiegt in der schwarzen Version nur 54 Gramm (55 Gramm in der weißen). Das ist eine deutliche Gewichtsersparnis, die sie ganze 6 Gramm leichter macht als ihren Hauptkonkurrenten, die Logitech G Pro X Superlight 2, und sie damit gleichauf mit der Asus ROG Harpe Ace positioniert.
Um das geringe Gewicht zu erreichen, hat Razer einige bewusste Entscheidungen getroffen. Es gibt keine RGB-Beleuchtung (nur eine kleine LED-Anzeige), und die DPI-Taste wurde an die Unterseite der Maus verlegt, wo sie sich nun die Funktion mit dem Ein-/Ausschalter teilt. Dadurch stehen praktisch fünf nutzbare Tasten zur Verfügung, da in Spielen kaum jemand eine Taste an der Unterseite belegt. Dort befinden sich außerdem zwei massive PTFE-Gleitfüße, die für ein absolut müheloses Gleiten sorgen.
Bitte beachten Sie, dass die Maus selbst keinen Platz für den Funk-Dongle bietet. Der einzige Unterschied zwischen den SE- und Nicht-SE-Modellen liegt im mitgelieferten USB-Dongle. Bei der SE-Version handelt es sich um einen herkömmlichen 2,4-GHz-Dongle mit einer Abtastrate von bis zu 1000 Hz. Neben dem USB-Kabel für die Maus ist auch ein kleines Verlängerungskabel enthalten, mit dem Sie den 2,4-GHz-Dongle näher an der Maus platzieren können, sodass er nicht an der Rückseite Ihres PCs versteckt ist.
Die Steuerung erfolgt komplett über Razer Synapse 3. Die Software ist oft etwas umständlich, aber bei dieser Maus ist die Einrichtung zum Glück relativ einfach. Sie können Tasten neu belegen, mit „HyperShift“ Tastenfunktionen zuweisen und die Abtastrate sowie die Lift-Off-Distanz anpassen. Leider bietet die Maus nur Platz für ein einziges Profil, sodass Sie Synapse nicht komplett vermeiden können, wenn Sie häufig zwischen verschiedenen Einstellungen wechseln.
Die Viper V3 Pro wartet mit einer brandneuen und ziemlich beeindruckenden Softwarefunktion auf: dem Sensitivity Matcher. Mit diesem Tool können Sie Ihre neue Maus anhand Ihrer alten kalibrieren. Sie halten die beiden Mäuse einfach nebeneinander, und die Software berechnet exakt, welchen DPI-Wert Ihre neue Viper haben sollte, damit sie sich zu 100 % identisch mit Ihrer alten Maus anfühlt. Dank des hochentwickelten Sensors lässt sich der DPI-Wert in 1-DPI-Schritten anpassen. Selbst für die anspruchsvollsten Gamer ist das völlig übertrieben, aber es macht Spaß, mit dieser technischen Raffinesse zu experimentieren.
Ich nutze die Viper V3 Pro SE seit etwa einer Woche auf meinem Hauptsystem sowohl für Desktop-Anwendungen als auch zum Spielen.
Im Inneren arbeitet Razers brandneuer optischer Sensor: der Focus Pro 35K. Richtig gelesen, er erreicht bis zu 35.000 DPI. So eine hohe Empfindlichkeit braucht zwar kein Mensch, aber sie zeugt von der immensen Präzision des Sensors. Er arbeitet auf nahezu allen von mir getesteten Oberflächen mit bis zu 750 IPS und 70 G Beschleunigung absolut fehlerfrei.
Die Haupttasten sind mit Razers optischen Gen-3-Schaltern ausgestattet, die für 90 Millionen Klicks ausgelegt sind. Sie sind robust, unglaublich schnell (da sie Lichtschalter anstelle von mechanischen Schaltern verwenden) und haben einen knackigen Klick, der allerdings etwas laut sein kann, falls Sie sich mit jemandem im selben Raum aufhalten, der geräuschempfindlich ist. Das Scrollrad hat einen relativ festen Widerstand, was zwar versehentliche Waffenwechsel in FPS-Spielen verhindert, aber bei längeren Webseiten etwas ermüdend sein kann.
In Spielen wie Doom und Overwatch 2 ist die Viper V3 Pro ein Traum. Durch ihr extrem geringes Gewicht fühlt sich die Maus fast wie eine Verlängerung des Arms an, und selbst kleinste Mikroeinstellungen lassen sich mühelos ausführen.
Zum Zeitpunkt des Verfassens dieses Artikels ist die Razer Viper V3 Pro SE online für knapp €110 erhältlich. Das entspricht einer Ersparnis von rund €70 im Vergleich zur Standardversion der Viper V3 Pro, die mit dem fortschrittlicheren HyperPolling-Dongle ausgestattet ist und eine Abtastrate von 8000 Hz ermöglicht.
Die Razer Viper V3 Pro ist Razers Topmodell und die beste Wahl für eine professionelle Maus mit den neuesten Funktionen, darunter optische Gen-3-Schalter und eine Abtastrate von 8000 Hz. Bei der SE-Version, die wir hier betrachten, kann man etwas sparen, indem man auf die 8000-Hz-Abtastrate verzichtet. Ein Upgrade auf 8000 Hz ist jedoch weiterhin möglich, wenn man einen HyperPolling-Dongle erwirbt. Der einzige Unterschied zwischen den beiden Mäusen liegt also darin, welcher Dongle im Lieferumfang enthalten ist.
Ich persönlich bin etwas überrascht, dass Razer zwei verschiedene Modelle herausgebracht hat. In anderen Märkten, wo der Preis höher sein könnte, mag das Sinn machen. Aktuell beträgt der Preisunterschied zwischen den Versionen auf dem dänischen Markt jedoch weniger als 200 Kronen.
Die Razer Viper V3 Pro ist eine wirklich gute Maus, und die SE-Version ist hier deutlich günstiger. Mir persönlich macht die Abtastrate von 8000 Hz in meinen Spielen keinen Unterschied, daher ist es kein Verlust, und etwas Geld zu sparen ist immer schön.
Am Ende ergibt sich eine Endnote von 8 für eine solide und leistungsstarke Maus, die zwar nicht mit den Topmodellen auf dem Markt mithalten kann, sich aber dennoch problemlos einen Platz auf dem Markt sichern kann.
Vorteile:
Nachteile: