Grafikkarte

AUTOR : Kenneth
VERÖFFENTLICHT : 2019-03-26 15:05

Guide: Die richtige Gaming Grafikkarte 2019


Technik schreitet im schnellen Schritt voran. Wer noch keine Zeit hatte, sich durch unzählige Artikel und Guides zu lesen – oder vielleicht einfach in Sachen Hardware nicht ganz up to date ist – steht jetzt vor der entscheidenden Frage: Welche Grafikkarte ist die richtige für mich? Wir bei Tweak haben selbstverständlich auch schon darüber nachgedacht und Antworten gesammelt. Antworten, die sich auf unsere jahrelange Erfahrung begründen und sich an verschiedenen Usecases und Budgets orientieren. Augen auf beim Grafikkarten-Kauf. Dieser Artikel und das Video helfen.

Guide Gaming Grafikkarte 2019


Rosige Zukunftsaussichten: Wir haben fest geplant, diese Reihe fortzusetzen und der nächste Artikel der Reihe wird sich auf Computerbildschirme beziehen.

Wir starten mit einem Video, das einen Eindruck vom Ausmaß der Verirrungen der dänischen Sprache gibt und gleichzeitig ziemlich informativ und mit deutschen Untertiteln versehen ist.


Grafikkarten gibt es für nahezu jedes Budget von ca. 130 bis 1600 Euro. Aber welche ist die beste Grafikkarte? Das Geld möchte sinnvoll investiert werden und die Wahl sollte von den eigenen Bedürfnissen abhängig gemacht werden. Wir stehen mit gutem Rat zur Seite, bevor ihr euer mühsam verdientes Geld aus dem Fenster werft.

Rat Nummer 1 – Für welche Spiele ist die Grafikkarte gedacht?

Die Spiele auf dem Markt variieren stark hinsichtlich der Anforderungen, die sie an Grafikkarten stellen. Dabei zahlt es sich selten aus in eine Karte zu investieren, die mehr Leistung bringt als man benötigt. Oft ist es nämlich einfach nur sinnlos, aber teuer ein überqualifiziertes Modell zu kaufen.

Guide Grafikkarten kaufen Spiele Anforderungen

In der unteren Sparte hinsichtlich der Anforderungen an Hardware sind beliebte E-Sport Spiele, wie CS:Go, League of Legends, Apex, Fortnite oder Minecraft. Diese Games sind nicht sonderlich anspruchsvoll und benötigen oft nicht einmal eine PC-Erweiterungskarte. Damit ist ein separates Stück Hardware gemeint, das montiert wird. Eine integrierte Karte ist hingegeben bereits bei gewöhnlichen Computern ab dem Werk in den Prozessor integriert.

Die oben genannten Spiele können normalerweise ohne Probleme mit einer integrierten Grafikkarte laufen.

Größere, grafisch anspruchsvollere Spiele, wie Assasin's Creed oder Shadow of the Tomb Raider, verlangen einer Grafikkarte jedoch schon mehr ab. Besonders wenn man den Detailgrad aufdreht, um das volle visuelle Erlebnis aus dem Spiel heraus zu kitzeln.

Guide Grafikkarte kaufen Tom Raider

Hier sind die Tweak Grafikkarten Tests verlinkt, die einzelne Spiele mit einbeziehen. So fällt es leichter einzuschätzen, was man von einer bestimmten Grafikkarte erwarten kann. Alternativ macht es auch Sinn, die Systemanforderungen des gewünschten Spiels zu lesen, um abzuchecken welche Grafikkarte nötig ist.

Rat Nummer 2 - Auf welchem Monitor wird gespielt?

Neben dem gewünschten Spiel hat auch der Computer Bildschirm erheblichen Einfluss. Monitore unterscheiden sich in der Auflösung und der Bildwiederholfrequenz (Anzahl der Einzelbilder pro Sekunde, angegeben in Hertz). Besonders auf dem Gaming Markt gibt es unzählige Optionen.

Ein Standardbildschirm ist ein Full HD (1020x1080) Monitor mit 60Hz. Wer noch nicht in einen Gaming Bildschirm investiert hat, sitzt also höchstwahrscheinlich vor einem dieser Exemplare.

Bei 60 Hz handelt es sich um 60 Bilder pro Sekunde und bei 120 Hz um 120 Bilder pro Sekunde. Kein Hexenwerk. Eine höhere Frequenz sorgt für ein ruhigeres Bild, das mehr Details ermöglicht. Das zahlt sich besonders bei Spielen mit schnellen Bewegungen aus. Lasst euch beim Kauf nicht von der Einheit FPS (Frames per Second) verwirren - sie beschreibt das Gleiche.

Guide beste Grafikkarte 2019 Monitor

Nutzt man einen Bildschirm mit einer höheren Auflösung, so zeigt er mehr Pixel pro Bild. Hat dieser Bildschirm gleichzeitig einen höhere Bildwiederholfrequenz als 60 Hz, muss die Grafikkarte mehr leisten, um das zu zeigen. 

Ein Full HD Bildschirm mit 60 Hz generiert 124.416.000 Pixel in der Sekunde. Ein 4K und 144 Hz Schirm, erreicht ganze 1.194.393.000 Pixel in der Sekunde. Ein Unterschied, der sich bei der Grafikkarte bemerkbar macht. Somit ist der Bildschirm ein wichtiges Kaufkriterium.

Natürlich ist es immer möglich die Bildwiederholfrequenz auf weniger zu reduzieren, als der Bildschirm leisten kann. Bleibt man aber konsequent, hat man dann schon unnötig viel für den Bildschirm ausgeben. Typischerweise kostet ein Bildschirm mit 120 Hz weniger als einer mit 200.

Guide die richtige Grafikkarten für den Gaming Bildschirm

Ein weiterer wichtiger Punkt: Die Auflösung hat nichts mit der Größe des Bildschirms zu tun. Einen Full HD Bildschirm gibt es zum Beispiel sowohl in der 24‘‘ also auch 34‘‘ Version, während die Anzahl der Pixel auf dem Bildschirm genau gleichbleibt.

Grafikkarte und Bildschirm müssen also zusammenpassen, damit das maximale aus dem System herausgeholt werden kann.

Rat Nummer 3 – Ist die getunte Grafikkarte ihr Geld wert?

Der letzte gute Rat, den wir euch ans Herz legen wollen, ist das Geld zu sparen und nicht in eine getunte Grafikkarte zu investieren.

Viele neue Grafikkarten werden in verschiedenen Versionen der gleichen Karte verkauft. Eine ist meist teurer, da sie bereits werksmäßig übertaktet ist, um schneller als die Standardversion zu performen. Zumindest auf dem Papier.

Natürlich klingen die Produktspezifikationen erstmal verlockend, aber wir raten trotzdem sich das Geld für die getunte Version zu sparen.

Zumindest in den meisten Fällen. Ab und an gibt es vereinzelte Karten, die werksmäßig so übertaktet sind, dass sie wirklich auch in der Praxis mehr als die Standardkarte leisten. Hierbei handelt es sich aber um Ausnahmen.

Grafikkarte Kaufguide Modellunterschiede

Der einzige Unterschied, den die werksmäßig übertaktete Karte aufweist ist ein höherer, garantierter Boost. Also eine höhere Frequenz als die ursprünglich konzipierte Karte unter normalen Umständen erreicht hätte. Wir bei Tweak haben schon einige Grafikkarten getestet. Unserer Erfahrung nach, macht der Boost nur einen minimalen Unterschied aus, der im Gesamtbild kaum etwas bewirkt.

Letztendlich lassen sich alle Karten auf ein ähnliches Niveau beschleunigen, solange der Rechner entsprechend gekühlt wird. Somit zahlt man für Leistung auf dem Papier, die in der Praxis nicht viel hermacht.

Logisch, denn der Grafikprozessor ist der Gleiche und so optimiert, dass sich das Endergebnis nur minimal unterscheidet.

Konkrete Vorschläge für eine neue Grafikkarte

Wir können uns den Mund über die generellen Kaufkriterien von Grafikkarten fusselig reden/ oder die Finger wund tippen - aber trotzdem braucht es ab und an ein paar konkrete Vorschläge. Wir haben verschiedenen Kaufszenarien gesammelt und nennen potentielle Modelle.

Die unten aufgelisteten Grafikkarten sind nur Richtwerte und es gibt sicher noch andere Optionen, die hier nicht aufgelistet wurden. Die genannten Karten sind also die minimale Leistung, die man voraussetzen sollte. Wer sich noch mehr Performance wünscht, könnte eine Karte aus dem nächst höheren Szenario in Erwägung ziehen.

Szenario 1 - Einfache eSport Spiele auf einem Standard Full HD Schirm

Für weniger anspruchsvolle eSport Titel auf einem gewöhnlichen Full HD Schirm kann man auch mit begrenztem Budget einiges reißen. In vielen Fällen ist man mit einer der neuen APU Karten mit integrierter Vega Grafik von AMD gut beraten. Zum Beispiel die Ryzen 5 2400G API, die Prozessor und Grafik vereint. So liefert sie ein flüssiges Spielerlebnis.

Um die optimale Performance aus der Karte zu holen, ist ein guter Arbeitsspeicher Pflicht. Die Vega Grafik teilt sich den Speicherplatz mit den anderen Funktionen des Computers und könnte ihn so verlangsamen.

Test Grafikkarte AMD Ryzen Vega Grafik

Szenario 2 – Anspruchsvollere Spiele in Full HD mit 60 Hz

Wer sich gerne auf ein wenig mehr Power verlassen möchte und sich gleichzeitig an grafisch anspruchsvollere Spiele wagt, sollte bei der Grafikkarte ein wenig nachrüsten. Eine gute Option ist die GTX 150TI Karte von Nvidia oder die AMD Radeon RX 570.

Beste Grafikkarte 2019 GTX 150TI

Szenario 3 – Full HD mit hoher Bildwiederholfrequenz oder 1440P Gaming

Wird das Spielerlebnis noch intensiver und man ist stolzer Besitzer eines Full HD Gaming Bildschirms mit 120 Hz oder eines Monitors, der 2560 x 1440 Pixel zeigt, wird der Grafikkarte mehr abverlangt. Die Nvidia GTX 1060 oder die Radeon RX 580 oder 590 von AMD sind dieser Herausforderung gewachsen.

Guide Grafikkarte für FUll HD und hoehe FPS

Szenario 4 - 1440P Gaming mit hoher Bildrate

Einigen ist das sicher noch nicht genug. Schließlich gibt es auch Gaming Bildschirme mit 2560 x 1440 Pixeln, die gleichzeitig mit einer hohen Bildwiederholfrequenz auffahren. Hier sin die GTX 1080Ti oder die RTX 2080 von Nvidia oder die AMD Radeon VII Karte genau das Richtige.

Guide Grafikkarte AMD Radeon VII

Szenario 5 – 4K oder 1440P Ultra Wide Gaming

In dieser Kategorie stellen wir uns einen die Hardcore Gamer vor, die vor einem 4K Gaming Monitor oder einem 1440P im Ultra Wide Format mit hoher Frequenz zocken. Und hier können einige Spiele ganz schön happig werden, besonders in der aktuellsten Version.

Guide Grafikkarte kaufen Gamer Profi

In dieser Kategorie gibt es tatsächlich nur eine Karte, die unserer Meinung nach der Herausforderung gewachsen ist: Die Nvidia RTX 2080Ti. AMD hat die Produktion von Grafikkarten mit diesen Spezifikationen auf Eis gelegt. Somit gibt es keine nennenswerten Wettbewerber.

Und das wars auch schon mit unseren Ratschlägen zum Thema Grafikkarte kaufen.

Es zahlt sich aus Zeit zu investieren, um die eigenen Bedürfnisse klar zu definieren. So bezahlt man nicht mehr Geld als nötig und riskiert gleichzeitig nicht einen Grafikkarte zu kaufen, die beim gewünschten Spiel nicht performt.


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